Der große Regen - Ein Fotobericht

Nachdem es in 36 Stunden in Borsum 110mm geregnet hatte, liefen vorallem in der Nacht auf den 18.7. beim stärksten Regen als bis 8mm in der Stunde fielen die Keller in der unteren Berliner und unteren Martinstraße reihenweise bis zur Brusthöhe voll! Aber auch in vielen anderen Kellern in Borsum und Umgebung floss das Wasser hinein(auch bei uns). Die freiwillige Feuerwehr wurde so bis in den Nachmittag in Atem gehalten Keller und Gullis auszupumpen. Private Pumpen liefen zum Teil auch noch den ganzen nachfolgenden Tag zeitweise.

Um 12 Uhr machten sich Benedict Hartmann und ich auf, Fotos von den Überschwemmugen in Borsum zu machen. Zu diesem Zeitpunkt floss das Wasser natürlich nicht mehr so stark über Straßen und Felder, als um 9 Uhr, als ich schon einmal mit dem Fahrrad durch das Dorf gefahren war. Leider hatte ich da keine Digi-Cam dabei. Aber ich hoffe die Fotos zusammen mit den Kommentaren sagen genug.

Hier fließt das ganze Oberflächenwasser von Borsum ab. Wenn man genau hinguckt, kann man erkennen, dass das Wasser schon 20cm höher durch das Rohr schoss.
Vorallen die Felder von dem Gemüsebauern Wiechens waren von Erusion und Wasser betroffen, da die Gemüseplanzen auf vielen Feldern im Moment sehr klein sind.
Hier in der Paul-Gerhard-Straße kam das Wasser schon aus dem Gulli.
So wie hier ließ die Feuerwehr bei vielen Kellerbesitzern ihre Pumpen zurück
Hier in der Landwehrstraße ist die Einsatzleitung der Feuerwehr, von wo sie jederzeit schnell ausrücken konnte.

<-durch Klick kann man es sogar lesen

Hier rast die Feuerwehr mit Blaulicht an uns vorbei Richtung Hüddessum.
Das Tor vom Bolzplatz und das Feld dahinter.
Dieses Gartentor lädt zu einem Bad ein.
Das ist der andere Teil des Bolzplatzes. Total unter Wasser.

<-Ein Klick lohnt sich

Aber auch der Sturm machte überraschend Schäden. So wie hier brachen einige Äste in Borsum. Beim Rautenberger Sportplatz musste sogar die Straße wegen vielen bis zu 5 Meter langen Pappelästen gesperrt werden!

<-durch Klick wird es deutlicher

Eine kleine Wasserstory

Die folgenden Fotos zeigen Stellen, an den nun viel weniger Wasser ist, als 3 Stunden zuvor (um 9 Uhr), als ich im strömenden Regen mir alles schon einmal anschaute.

Hier floss das Wasser nicht, hier stand es, denn der Eingang der Kanalisation war für dieses Wasser durch gemähtes, überständiges Grad verstopft. So stieg das Wasser und floss links in das Rübenfeld.
Nach dem die Verstopfung offenbar beseitigt wurde, floss das Wasser sogar wieder vom Feld zurück...
aber ein Teil floss so wie 3 Stunden zuvor immer noch ein paar Meter weiter aus dem Feld in eine Seitenstraße und von da aus von hinten in den Friedhof...
...dort immer auf den Wegen entlang...
...und vorne wieder heraus. 3 Stunden zuvor kam mir hier ein richtiger Bach entgegen..

<-zum Zoomen klicken

...der hier dann die Landwehrstraße auch über eine Breite von fünf Metern überflutete.

Aber dann war auch Schluss, denn das Wasser verschwand in den Gullis.

So wie hier sackten viele Gräber durch die Feuchtigkeit ein.

Das sind 40cm, leider wird es auf dem Foto nicht allzu deutlich.

--The End--

Die 2. Story, die zeigt welche Wege das Wasser zurücklegt

Hier oberhalb des Dorfes, oberhalb der Grundschule "Borsumer Kaspel", floss das Wasser auf bestimmt 500 Metern Breite von dem Hogesberg ab, um dann immer parallel zur Straße bergab zufließen und größere Erusionen zurückzulassen.

(Die Straße wurde wahrscheinlich wegen abgebrochender Äste 2km weiter gesperrt)

Hier war dann aber wegen einer Seitenstraße für das Wasser erst einmal Ende auf dem Feld und es musste über die Straße

(ich möchte nicht wissen wie viel Wasser hier ein paar Stunden zuvor langfloss..)

Hier verschwand das Wasser aber auch schon wieder im nächsten Feld...

<-zum Zoomen klicken

...um hier 1000 Meter weiter aus der Feldwanne herauszufließen,...
...noch die Feldscheune unter Wasser zu setzen und dann in den nächsten Graben Richtung Bruchgraben abzufließen.
--The End--
Hier die Feuerwehr, die nach 12 Stunden Einsatz immer noch Gullis an der tiefsten Stelle in Borsum auspumpte.
Hier musste die Feuerwehr den Abwasserkanal (!) abpumpen, da dieser durch Regenwasser Zuleitung von alten Bauernhöfen nicht abfloss.
Das hier ist der überlaufende Gulli weiter oben, um den die Feuerwehr sich nun auch kümmern konnte.

Copyright by Denis Möller